Impressionen aus Lautenbach

Hexensteig wird Lautenbachs erster Qualitätswanderweg


Ehrenamtliche konzipierten 15 Kilometer langen Qualitätswanderweg /

Fertigstellung 2017 geplant

Früher als geplant will die Gemeinde Lautenbach ihren ersten Qualitätswanderweg an den Start bringen. Ein halbes Jahr lang hat ein Team aus 15 Ehrenamtlichen den 15 Kilometer langen Hexensteig auf dem Sohlberg entwickelt. 

»Zertifizierte Wanderwege sind heutzutage ein Muss«, ist Lautenbachs Bürgermeister Thomas Krechtler überzeugt. Wanderer und Touristen wollten sich vorab im Internet über eine Strecke informieren können – und ein Qualitätsversprechen erhalten. Mit dem Brennersteig eröffnete die Renchtal Tourismus GmbH (RTG) im vergangenen Jahr ihren ersten Qualitätswanderweg in Oberkirch. Der Turmsteig in Oppenau soll Anfang nächsten Jahres zertifiziert werden, anschließend wollte die RTG in Lautenbach einen Qualitätswanderweg einrichten. 

Unter Federführung von Hans-Friedrich Huber habe eine Gruppe aus 15 Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr einen Qualitätswanderweg entwickelt – den Lautenbacher Hexensteig, erklärt Krechtler im Gespräch mit der ARZ. »Viele Sagen und Geschichten ranken sich um die Sohlberger Hex«, das Thema für den Qualitätswanderweg sei deshalb schnell klar gewesen, meint Hans-Friedrich Huber. Hexenbesen als Sitzmöglichkeiten, Hexenhäuschen und Kinderspielmöglichkeiten – die Hexe als Namensgeber des Steigs soll laut Krechtler präsent sein.

Noch in diesem Monat will die Gemeinde einen Förderantrag beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord stellen. Mit einer Zusage über einen Zuschuss in Höhe von maximal 10.000 Euro rechnet Krechtler im Frühjahr. »Wir hoffen, dass der Wanderweg im nächsten Jahr fertig wird.« Einen Vorgeschmack will die Gemeinde beim Hüttenwandertag am 29. Oktober 2016 bieten. Der Abschluss mit Live-Musik und einer Verlosung soll im Gasthaus »Kreuz« sein.

Start am Bahnhof

Start und Ziel des 15 Kilometer langen Rundwanderwegs soll beim Bahnhof in Lautenbach sein. »Die kurzen Wege sprechen für Lautenbach«, freut sich Huber. Schon nach wenigen Metern auf Asphalt erreiche der Wanderer den Einsstieg hinter dem Hotel Sonnenhof. Die Anbindung mit Bahn, Bus und auch über den geplanten Renchtalradweg sei hervorragend. Ein weiterer Pluspunkt sind laut Krechtler die vier Gasthäuser in Lautenbach, die in unmittelbarer Nähe zum Hexensteig liegen. Deren Betreiber seien von der Idee genauso begeistert gewesen wie die Bevölkerung und wollten nun eigens Hexensteig-Menüs kreieren. 

»Mit den rund 60 Eigentümern, über deren Gelände der Hexensteig führt, haben wir bereits gesprochen«, betont Krechtler. »Die Idee wurde von allen sehr positiv aufgenommen, darauf sind wir besonders stolz.« Das bestätigt auch Matthias Greilach, Geschäftsführer der Renchtal Tourismus GmbH, gegenüber der ARZ. »Die Zusammenarbeit war sehr harmonisch.« 

Ein Teil des mit einer Hexe auf rotem Grund ausgeschilderten Qualitätswanderwegs soll über den historischen Allerheiligensteig führen. Lediglich etwa ein Kilometer müsse neu angelegt werden, meint Huber. Schon mehrfach seien die ehrenamtlichen Planer den Weg abgelaufen. Auch Bezirksvorsitzender Gerd Schwarz, der den Steig später für den Schwarzwaldverein zertifizieren wird, nahm den Steig bereits in Augenschein. Das Ergebnis: 37 Prozent des Wegs sind naturbelassen. Gefordert sind mindestens 35 Prozent. Zwölf Prozent des Steigs führen über Asphalt oder Pflaster. »Das ist ein sehr guter Wert«, freut sich Krechtler. 

Eine Fortsetzung in Sachen Qualitätswanderweg hat die Gemeinde Lautenbach bereits fest im Blick. »Wir wollen mit einem zweiten Weg gleich im Sendelbach weitermachen«, erklärt Krechtler. Und auch die beiden Panoramawege sollen laut Hans-Friedrich Huber wiederbelebt werden. Ziel sei es, später einmal in Lautenbach Wanderwochen anbieten zu können.
 
Der Höhenunterschied auf dem 15 Kilometer langen Steig beträgt laut Hans-Friedrich Huber 500 Meter. Der am Bahnhof beginnende Rundweg auf den Sohlberg sei teilweise aber auch für Kinderwagen geeignet und könne abgekürzt werden. Der Steig führt an den Gasthäusern Fiesemichel und Wandersruh vorbei, auch die Hütte am Sohlberg und die Steighütte mit öffentlichem Grillplatz sollen integriert werden. Charakteristisch für den Lautenbacher Hexenssteigs sind laut Bürgermeister Thomas Krechtler die vielen Aussichtspunkte und die Wegführung über viele freie Flächen. Besonders für Kinder interessant seien eine Rinder- und Pferdeweide entlang des Steigs.

Die Unterhaltung des Lautenbacher Hexensteigs soll wie bei Qualitätswanderwegen üblich der Schwarzwaldverein übernehmen. Aber auch Eigentümer haben sich Krechtler zufolge bereit erklärt, sich wie bisher um Abschnitte auf ihrem Gelände zu kümmern.
 
Text und Bild: Simon Allgeier

(Erstellt am 13. Oktober 2016)
 

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