Impressionen aus Lautenbach

Spatenstich für das neue Pflegeheim der Alitera GmbH im Hinter-Winterbach

Gemeinde unterstützte bei der Suche nach geeignetem Gelände

Bei einem offiziellen Spatenstich Mitte Mai gab die Alitera GmbH den Startschuss für den Neubau eines Pflegeheims für psychisch kranke Menschen im Hinter-Winterbach. Im Herbst 2019 sollen die 45 Bewohner des bisherigen Heims »Luna« in den Neubau umziehen.
»Wir sind sehr froh, dass wir hier das passende Gelände gefunden haben«, betonte Barbara Kaiser im Hinter-Winterbach. Unterhalb des bestehenden Pflegeheims »Luna« der Alitera GmbH fand der Spatenstich für den Neubau eines Pflegeheims für psychisch kranke Menschen gemeinsam mit Lautenbachs Bürgermeister Thomas Krechtler und Markus Huber, Geschäftsführer der ausführenden Firma Rendler Bau statt. Der Neubau bietet bessere Wohn- und Arbeitsbedingungen. Der 5,7 Millionen Euro teure Neubau auf dem 29 Ar großen Gelände ist der Landesheimbauverordnung geschuldet. Die Verordnung sieht spätestens ab September 2019 Einzelzimmer für sämtliche Bewohner vor.
2009 ist die Landesheimbauverordnung in Kraft getreten, allerdings mit einer zehnjährigen Übergangsfrist. »Seitdem waren wir auf der Suche nach einem geeigneten Gelände«, berichtet Barbara Kaiser die Entwicklung des Projekts. Der Umbau zu Einzelzimmern und die Sanierung des mit 45 Bewohnern bereits ausgelasteten Heims »Luna« seien bei laufendem Betrieb nicht möglich, erklärte Kaiser.
Für Lautenbach wäre es undenkbar gewesen, wenn das Pflegeheim nicht mehr hier sein würde«, hob Bürgermeister Krechtler hervor. Für ihn habe festgestanden, dass die Gemeinde alles dafür tun müsse, um eine passende Fläche für einen Neubau zu finden. Bei der Suche habe man schnell festgestellt, dass auf der Gemarkungsfläche Lautenbachs nur wenige Grundstücke geeignet sind. Er bedankte sich deshalb auch bei dem Grundstückseigentümer, der zu Gesprächen für das in Bebauung vorgesehene Gelände im Hinter-Winterbach bereit gewesen sei. Auch ihm lagen die Belange der Heimbewohner sehr am Herzen.
»Auf dem Plan sah alles ganz toll aus«, meinte Kaiser, vor Ort habe sich dann aber der Berg mit Granit im Untergrund aufgetan. Ein Lob richtete sie an Architekt Markus Schenk. Ihm sei ein Entwurf gelungen, der die Höhendifferenz von neun Metern auf dem Gelände am besten nutze. Geplant ist ein dreigeschossiger, längsorientierter Baukörper, der in den nach Norden hin stark ansteigenden Hang teilweise eingegraben wird. In dem Gebäude mit zentralem Eingang sollen im Erdgeschoss die Personal- und Allgemeinräume untergebracht werden. Die Bewohner- und Pflegezimmer sollen sich in den beiden Obergeschossen befinden. Die Zimmer werden 14 Quadratmeter groß sein und jeweils über ein Badezimmer verfügen. Für die 45 Bewohner werden vier Wohngruppen eingerichtet. Elf bis zwölf Personen teilen sich jeweils einen in der Mitte des Stockwerks gelegenen Aufenthaltsbereich mit Terrasse.
In wenigen Wochen soll laut Huber mit dem Bau des neuen Pflegeheims begonnen werden. Es werden viele Fertigteile verwendet, sodass man zuversichtlich ist, dass der Neubau im September nächsten Jahres bezogen werden kann.

Bild: Simon Allgeier

 

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