Impressionen aus Lautenbach

Freiwilliger Einsatz für Naturschutz und TourismusLandschaftspflegetag in Lautenbach

Orangerote Warnwesten prägten am Samstagvormittag das Bild vom Lautenbacher Hohenfelsen. Knapp 30 Ehrenamtliche befreiten dort beim 11. Ortenauer Landschaftspflegetag einen Hektar Fläche von Bäumen und Sträuchern. Ab nächstem Jahr werden dort Ziegen und Schafe für die Offenhaltung sorgen.

Motorsägen, Sensen, Hacken und Scheren waren im Einsatz, um den Hang vom Wildwuchs zu befreien, der früher einmal als Rebberg bewirtschaftet wurde. Eingeladen zum gemeinsamen Arbeiten hatten der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, der Landschaftserhaltungsverband Ortenaukreis (LEV) und die Gemeinde Lautenbach.

Die Offenhaltung der Landschaft macht aus mehreren Gründen Sinn. „Aus touristischer Perspektive hat es fatale Auswirkungen, wenn das Tal zuwächst. Der Tourismus braucht die Aussicht in die Täler“, schilderte Lautenbachs Bürgermeister Thomas Krechtler die Aktivitäten und bedankte sich bei den vielen mithelfenden Bürgern – allen voran Hans-Friedrich Huber, der die Aktion federführend organisiert hatte. Früher hätten die Landwirte die Flächen bewirtschaftet und sie damit offengehalten. „Heute verdienen die Leute ihr Geld woanders“, erklärte Krechtler.
Bereits im letzten Jahr wurden die Mauern des Hangs freigelegt. Demnächst soll sie saniert werden. Dann sieht sie nicht nur schön aus, sondern bietet auch Lebensraum für viele Tiere. Der Naturschutz ist nämlich ein weiterer Grund für die Offenhaltung.

„Es gibt eine größere Biodiversität im Offenland als im Wald“, sagte Regina Ostermann vom LEV. Zwar sei die Offenhaltung eher ein Schutz der vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft. Dennoch seien die freien Flächen Zuhause von vielen Pflanzen und Tieren. Am Hohenfelsen treffen viele Biotope aufeinander. Es gibt trockene Flächen genauso wie feuchten Boden, weshalb dort unterschiedliche Pflanzen wachsen und damit auch verschiedene Tiere anziehen. Damit diese Pflanzen auch eine Chance haben, haben die ehrenamtlichen Helfer Hecken und Dornen entfernt.
Nächstes Jahr werden tierische Helfer diese Arbeit übernehmen. Nebenerwerbsschäfer Torsten Ried wird die Fläche zunächst mit Ziegen und später mit Kamerunschafen beweiden. Die Mauern bleiben dabei ausgezäunt, damit sie keinen Schaden nehmen.
„Müssten wir diese Aktion bezahlen, würde das mehrere Tausend Euro kosten“, rechnete Regina Ostermann vor und freute sich über den Einsatz der Helfer. Ganz spontan hatte sich eine der Freiwilligen dazu bereit erklärt, zukünftig den Weg am Hohenfelsen zu pflegen.

Neben der Landschaftspflege geht es dem Naturpark Schwarzwald auch darum, mit seiner „Herzenssache Natur“ bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Befindlichkeiten der Natur zu schaffen. „Wir möchten damit auch die Identität der Menschen mit ihrer Region stärken“, betonte Christian Schütt vom Naturpark.

Bildunterschrift: Im Einsatz für die Offenhaltung: Viele Freiwillige, darunter einige Mitglieder des Schwarzwaldvereins, entfernten am Hohenfelsen Hecken, Bäume und Sträucher. Text und Bilder: Katharina Reich, Gemeindeverwaltung, Naturpark

(Erstellt am 23. November 2018)
 

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