Impressionen aus Lautenbach

Rathaussturm in Lautenbach - Teufelssteig nimmt Formen an

Bis Aschermittwoch haben die Narren in Lautenbach das Sagen. Am Schmutzigen Donnerstag stellten die Höllwaldteufel nicht nur den Narrenbaum vor dem Rathaus auf, sondern stürmten auch den Amtssitz des Bürgermeisters. Dieser wehrte sich nach Kräften – jedoch vergeblich.

Eine große Narrenschar machte sich am Schmutzigen Donnerstag um 16.11 Uhr mit viel Getöse zum Lautenbacher Rathaus auf. Dafür riegelte die Feuerwehr die Hauptstraße für rund eine halbe Stunde in diesem Bereich komplett ab. Nach dem obligatorischen Narrenbaumstellen als Zeichen der Machtübernahme trat der Zunftmeister der Höllwaldteufel, Jens Wiedemer, ans Mikrofon und sprach zur Menge: »Heute gibt’s noch ä longi Nacht, denn mir hole uns gleich die Macht! Noch stemmt er sich mit aller Macht entgegen, aber da sagen wir nur: von wegen! Deshalb ruf ich Euch Deifel zu: Hole ne jetzt rus!«

Trotz heftigster Gegenwehr wurde Thomas Krechtler, der sich ganz nach dem Kostümmotto der Gemeindeverwaltung »Blumenwiese« als Biene verkleidet hatte, schon bald vors Rathaus gezerrt. Hier musste er sich einige Anschuldigungen gefallen lassen. So wurde Krechtler unter anderem vorgeworfen, die Wassertretstelle in Lautenbach im vergangenen Sommer aufgrund angeblichen Wassermangels geschlossen zu haben. Krechtler rechtfertigte sich nur dünn mit dem Argument, durch diese Maßnahme seien viele Forellen vor dem sicheren Tod gerettet worden.

Nicht gut kam zudem an, dass das neue Beachvolleyballfeld auf der einen Seite durch eine Kette verschlossen wird, auf der anderen Seite jedoch Zutritt besteht. »Wir sehen darin eindeutig den Verdacht, dass sportbegeisterte Volleyballer davon abgehalten werden sollen, ihren Sport auszuüben. Oder ist eine alternative Nutzung als Deutschlands größtes Katzenklo zu erwarten?«, fragte Wiedemer. Für Krechtler hingegen ist der Zustand ein Teil eines ausgeklügelten Flucht- und Rettungsplans.

Der schwerwiegendste Punkt war allerdings einmal mehr »der noch immer nicht in Gang gekommene Premiumwanderweg Teufelssteig«. Wieder ein Jahr sei vergangen und noch immer sei nichts passiert. »Nicht nur wir sondern auch der größte Teil der Bevölkerung stellt sich die Frage: Können Sie einen konkreten Termin benennen, wann mit dem Bau des Wanderwegs begonnen wird und sind Sie sich sicher, dass Sie diesen Wanderweg mit genauso viel Herzblut wie beim ›Hexensteig‹ vorantreiben werden?« »Ja selbstverständlich, der Spatenstich ist in zwei Wochen. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange«, freute sich Krechtler. Unter großen Beifallsstürmen der Narrenmenge, waren die meisten zumindest kurzfristig besänftigt. Es gab sogar mit einer »Startpunkt-Schautafel« für den neuen Teufelsteig ein »Antrittsgeschenk für die Regierung«. Trotzdem entrissen die Narren dem Bürgermeister am Ende aber doch den Rathausschlüssel. Mit dem Hemdklunkerle-Umzug und Schnurren in den Lokalen wurde am Schmutzigen Donnerstag auch in Lautenbach närrisch weitergefeiert.

Text und Bilder: Daniel Wunsch


 

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