Impressionen aus Lautenbach

Erdbeersaison 2019 in Baden-Württemberg eröffnet

13.000 Tonnen Erdbeeren in guter Qualität erwartet / Mehr Wertschätzung für Produkte aus der Region
Die Erdbeersaison in Baden-Württemberg hat begonnen. Am 25. April eröffnete Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz) zusammen mit Wendelin Obrecht (OGM Obstgroßmarkt Mittelbaden eG), Franz-Josef Müller (Landesverband Erwerbsobstbau Baden-Württemberg e.V.) und Holger Schütz (Landratsamt Ortenaukreis) auf dem Zieglerhof in Lautenbach bei Oberkirch, die baden-württembergische Erdbeersaison 2019. Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den Oberkircher Oberbürgermeister Matthias Braun und dem Bürgermeister von Lautenbach, Thomas Krechtler. „Am 17. April wurden bereits die ersten 45 Steigen aus Folientunnel angeliefert. Die sommerliche Witterung der letzten Tage, lassen die Erntemengen schnell ansteigen“, berichtet Marcelino Expósito, Geschäftsführender Vorstand der OGM Obstgroßmarkt Mittelbaden eG.
Aktuell wird Ware im geschützten Folientunnel geerntet. Nach heutigem Vegetationsstand wird die verfrühte Freilandernte Anfang Mai einsetzen. Die Haupternte im Freiland wird um den 15. Mai erwartet und bis in die erste Juniwoche hineinreichen. Auf dem Zieglerhof werden Erdbeeren bis in den September/Oktober hinein geerntet, erläuterte Martin Ziegler. Er gab Informationen zum integrierten Pflanzenschutz, wie er ihn praktiziert und damit Ressourcen und Umwelt schont.
Aufgrund der klimatisch begünstigten Region und spezieller Anbautechniken zur Ernteverfrühung (Folientunnel, Abdeckung mit Lochfolie und/oder Vlies), gehören die badischen Erdbeererzeuger zu den frühesten in Deutschland. Die Abdeckungen werden auch zum Schutz vor Frost auf die Erdbeerbestände aufgelegt, wie beispielsweise über das Wochenende 12. bis 15. April.
Die baden-württembergischen Erzeugerorganisationen erwarten mit rund 13.000 Tonnen Erdbeeren eine gute Ernte mit bester Qualität.
Die gesamte deutsche Erdbeerproduktion lag im vergangenen Jahr bei 142.000 Tonnen. Dies bedeutet eine Steigerung um fünf Prozent im Vergleich zum Frostjahr 2017. Die Erdbeeranbaufläche in Deutschland in 2018 betrug 14.000 Hektar. Davon sind 12.500 Hektar Freilandfläche und 1.500 Hektar Fläche im geschützten Anbau (Folientunnel, Gewächshaus). Baden-Württemberg lag mit 2.483 Hektar zum wiederholten Mal auf Platz drei, hinter Niedersachsen mit 3.010 Hektar und Nordrhein-Westfalen mit 2.889 Hektar.
In Deutschland ist ein Rückgang der Erdbeeranbauflächen im Freiland zu verzeichnen. Der Rückgang bei der Freilandfläche 2018 im Vergleich zum Vorjahr betrug 500 Hektar.
Mehrere Gründe sind für den Rückgang der Freilandfläche verantwortlich. Zum einen kämpfen die Betriebe mit den steigenden Lohnkosten von 40 Prozent seit der Einführung des Mindestlohns 2015 und zum anderen mit den unverändert niedrigen Erzeugerauszahlungspreisen für Erdbeeren. Zudem stellt die zunehmend schwierige Verfügbarkeit von Erntekräften eine sichere Einbringung der Ernte in Frage. „Wir müssen die Verbraucher dafür sensibilisieren, Produkte aus der Region zu kaufen“, betonte Staatssekretärin Gurr-Hirsch. Der Konsument erkennt zunehmend den Klimawandel und „dass alle daran beteiligt sind.“ Der Jugend müsse verdeutlicht werden, dass Klimaschutz beim eigenen Konsumverhalten beginnt. Schon in Kindertagesstätte, Kindergarten und Schule könne dafür das Bewusstsein geschärft werden, wie man gesund lebt und Speisen selbst zubereitet. „Wir müssen die Leute mitnehmen im Wertschätzen der Nahrung.“
Um Ernteverfrühung zu erzielen und Witterungseinflüssen zu trotzen, setzen die badischen Erdbeererzeuger nach wie vor auf geschützten Anbau. Im Gegensatz zur Ware aus den europäischen Nachbarländern, zeichnen sich die deutschen Erdbeeren insbesondere durch kurze Transportwege aus. Nachhaltigkeit und Regionalität spielen in diesem Zusammenhang eine nach wie vor wichtige Rolle beim Endverbraucher.
Doch es gedeihen nicht nur Erdbeeren im „Obst- und Gemüsegarten Baden“. Eine große Vielfalt an Beeren-, Stein- und Kernobst gehört ebenso zum Portfolio der baden-württembergischen Erzeugerorganisationen. Neben Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren gedeihen ebenso Kirschen, Zwetschgen und Äpfel in unterschiedlichsten Sorten und Geschmacksrichtungen.

Info-Kasten
OGM Obstgroßmarkt Mittelbaden eG
Die OGM Obstgroßmarkt Mittelbaden eG ist eine Erzeugerorganisation für mittelbadisches Qualitätsobst mit Hauptsitz in Oberkirch. Die Erzeugergenossenschaft besteht in ihrer heutigen Form bereits seit 1996. Hauptaufgabe der Genossenschaft mit seinen knapp 1.900 Mitgliedern ist die Vermarktung von regionalem Beeren-, Stein- und Kernobst. Mit einer hauseigenen Anbauberatungsabteilung werden die Mitglieder im Bereich Pflanzenschutz und Anbautechniken stets unterstützt und beraten. Zertifizierungen nach IFS und QS sind Teil des umfassenden Qualitätskonzepts des Unternehmens.

Martin Ziegler vom Zieglerhof informierte über die Erdbeerkulturen, rechts Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, in der Mitte Oberkirchs OB Matthias Braun. Fotos: suwa wortwahl

 

pdfFeuermeldung (1,348 MiB)

Kontakt

Gemeinde Lautenbach
Hauptstraße 48
77794 Lautenbach
Fon 07802 - 9259-0
Fax 07802 - 9259-59
rathaus@lautenbach-renchtal.de

Rathaus Öffnungszeiten

Montag-Donnerstag:
8.00 bis 12.00 Uhr
Freitag: 8.00 bis 12.30 Uhr
Mittwoch: 14.00 bis 18.00 Uhr

Schließtage:
27.05.2019
21.06.2019
03.09.2019
04.10.2019
27.12.2019
30.12.2019