Impressionen aus Lautenbach

Gemeinderat tagt in der Neuensteinhalle

In der ersten Sitzung des Gemeinderats Lautenbach am Montag in der Neuenstein-Halle informierte Bürgermeister Thomas Krechtler über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeit der Gemeindeverwaltung. Kämmerer Frank Spengler beleuchtete dazu die finanzwirtschaftliche und hausrelevante Seite. Viele kurzfristige Entscheidungen mussten in der Gemeindeverwaltung getroffen werden, um der Vielzahl der Verordnungen und deren Auslegungsbestimmungen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus gerecht zu werden. Zudem galt es, den Dienstbetrieb zu gewährleisten und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiter und Bürger nicht zu gefährden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Rathaus Lautenbach zunächst seit dem 16. März für den freien Besucherverkehr geschlossen. Persönliche Besuche waren darüber hinaus nur im notwendigen begründeten Einzelfall und nach telefonischer Vereinbarung mit dem jeweiligen Sachbearbeiter möglich.
Mit der Lockerung seit dem 4. Mai steht das Gemeindeteam für alle Gemeindeanliegen zu den üblichen Besuchszeiten nach Terminvereinbarung zur Verfügung und ab kommender Woche ist nunmehr auch wieder ein freier Besucherverkehr möglich. Wie bei den Einkäufen ist jedoch zunächst weiterhin ein Mund-Nasenschutz während der Besuchszeiten zu tragen.
Trotz zeitweiser erheblicher personeller Minderbesetzungen konnten alle dringenden Angelegenheiten abgearbeitet werden, so dass in umfangreichen mit fristen verbundenen Arbeitsbereichen keine Verzögerungen eingetreten sind. Dazu zählen Ausschreibungen und baurechtliche sowie bauliche Verwaltungsarbeiten.
Hierzu wurden im verstärkten Maße die digitalen Möglichkeiten ausgeschöpft und erweitert. Videokonferenzen, E-mails und das Ratsinformationssystem begleiteten deutlich vermehrt den Alltag.
"Besonders schwer fiel mir, dass ich die persönlichen Kontakte an Geburtstagen sowie Jubiläen durch Telefongespräche ersetzen musste", wandte Bürgermeister Krechtler ein. Jetzt wolle er in Abstimmung mit den Jubilaren wieder zum persönlichen Besuch übergehen. Die Arbeit im Gemeinderat lief weitgehend im sogenannten "Umlaufverfahren" auf digitaler Ebene. Zahlreiche Einschränkungen und Veränderungen gab es bei der Kinderbetreuung und der Grundschule, im Friedhofswesen, in der Vereinsarbeit, im touristischen sowie gastronomischen Bereich. Durch außergewöhnliches Engagement aller Beteiligten wurden die Anforderungen praktikabel umgesetzt. Nahezu ohne Einschränkungen konnten die großen Bauprojekte weitergeführt werden. Im Baugebiet Stockmatt/Hubmatten werden derzeit parallel 13 Baugrundstücke bebaut. Die Arbeiten zur Erweiterung des Kindergartens "St. Josef" um zwei Gruppenräume und mit Bistro laufen auf Hochtouren. Ehrgeiziges Ziel der Fertigstellung ist bis im September dieses Jahres. Umfangreiche Arbeiten am Wasserhochbehälter liegen im Zeitplan. Planmäßig voran gehen ebenso die vorgesehenen Straßen- und Platzsanierungen. Durch ehrenamtlichen Einsatz unter Regie von Hans-Friedrich Huber konnte der "Lautenbacher Teufelsteig" fertiggestellt werden. "Die Resonanz ist überwältigend, die Wanderwege in Lautenbach erfahren eine ausgezeichnete Nachfrage, worüber wir uns sehr freuen", resümierte Krechtler. Bestreben der Gemeinde sollte es jedoch trotz der Einnahmeeinbrüche und Mehrausgaben angesichts der Corona-Krise sein, die vorgesehenen Investitionen soweit als möglich auch künftig umzusetzen, bekräftigte der Bürgermeister.
Kämmerer Frank Spengler ließ die Zahlen (siehe Stichwort) sprechen, welche trotz der derzeitigen Konjunkturprogramme und Finanzhilfen deutliche Mindereinnahmen erwarten lassen. Bürgermeister Thomas Krechtler stellte fest, dass deshalb eine weitere umfassende Stabilisierung der Kommunalfinanzen dringend erforderlich ist. Nur so können die Gemeinden und Landkreise in die Lage versetzt werden, Investitionen zu tätigen und damit ihrer Funktion als Konjunkturmotor wirksam nachzukommen. Bürgermeister-Stellvertreter Markus Kohler befürchtete, dass der Gemeindehaushalt in den Folgejahren unter dem Ansatz bleiben werde. Kämmerer Spengler wandte ein, dass bei der Momentaufnahme die wirtschaftlichen Rahmendaten nicht so nach unten zeigten wie bei der Bankenkrise in 2008. Es gelte jetzt ein stückweit auf Sicht zu fahren.

Stichwort. Auswirkungen der Corona-Krise auf den Gemeindehaushalt Lautenbach
Die Corona-Krise hat auch in der Finanzwirtschaft der Gemeinde Lautenbach gravierende Auswirkungen hinterlassen.
- Mindererträge bei der Gewerbesteuer seit Beginn der Krise: - 50.000 Euro
- Zu erwartende Mindererträge beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer: - 121.600 Euro
- Zu erwartende Mindererträge im Kommunalen Finanzausgleich: - 144.700 Euro
Außerdem sind Einnahme-Ausfälle zu verzeichnen bei der Kurtaxe, bei Hallenbenutzungsgebühren, am Wohnmobilstellplatz, bei der Verlässlichen Grundschule, bei Kindergartenbeiträgen. Gleichzeitig sind Mehraufwendungen insbesondere für Schutz- und Reinigungsmaterial angefallen.
(Insgesamt fehlen im Lautenbacher Haushalt so zunächst 340.000 Euro)
Aus den Hilfspaketen I + II für Kommunen wurden vom Land jeweils 100 Millionen Euro ausgeschüttet. Daraus erhält Lautenbach eine erste Entlastung in Höhe von insgesamt rund 27.300 Euro.
Nach dem Hilfspaket III für Kommunen soll auf die Gewerbesteuerumlage verzichtet werden. Dies entlastet Lautenbach um weitere 40.000 Euro.
So ergibt sich als Zwischensaldo (aus Mindereinnahmen und Entlastungen) Stand Mitte Juni 2020 ein Minus von 275.000 Euro.
Dass es im Hilfspaket III darüber hinaus einen Zuschuss (etwa 20000 Euro) für die Kommunen zur Beschaffung von Endgeräten für Schüler geben wird, entlastet den Haushalt nicht wirklich, da der Einnahme die entsprechenden Beschaffungsausgaben gegenüberstehen werden.

Der Gemeinderat tagt in der Neuensteinhalle mit genügend Abstand
Erstmals in Zeichen der Corona-Krise tagte der Gemeinderat Lautenbach unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorordnungen in der Neuenstein-Halle. Bürgermeister Thomas Krechtler und Kämmerer Frank Spengler erläuterten die Auswirkungen auf die Gemeinde nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Foto: Roman Vallendor

 

Coronavirus (COVID 19)

Aktuelle Informationen finden Sie unter 
https://www.ortenaukreis.de/corona
https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/
https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html
https://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

pdfFeuermeldung (1,348 MiB)

Kontakt

Gemeinde Lautenbach
Hauptstraße 48
77794 Lautenbach
Fon 07802 - 9259-0
Fax 07802 - 9259-59
rathaus@lautenbach-renchtal.de

Rathaus Öffnungszeiten

Öffnungszeiten mit Mund- und Nasenschutz
Montag-Donnerstag:
8.00 bis 12.00 Uhr
Freitag
8.00 bis 12.30 Uhr
Mittwoch
14.00 bis 18.00 Uhr

Schließtage:
22.05.2020
12.06.2020